Montag, 9. März 2015

Warmes Müsli ohne Milch

Ein schnelles warmes Frühstück ohne Milch in 10 Minuten:


Ihr braucht daheim:
Butter 
Haferflocken
Rosinen
Haselnüsse
Walnüsse
Ingwer
Zitrone
Zimt

Und so geht's für eine Portion/Person:

Die Nüsse entweder ein bisschen klein hacken mit einem Messer oder im Ganzen lassen, wie es euch beliebt.

In einer kleinen Pfanne 1TL Butter zuerkannten lassen und dann gleich 1EL Walnüsse, 1EL Haselnüsse, 2EL Rosinen und 1 Messerspitze Zimt ca. 2 Minuten anrösten. Danach 4EL Haferflocken, 1TL geriebener Ingwer und etwas abgeriebene Zitronenschale( ca. 1/4 der Zitrone abreiben) dazugeben und noch weitere 2 Minuten mitrösten. 

Dann ein Glas heißes Wasser (die Temperatur aus der Wasserleitung reicht) dazulernen oder wenn eure Pfanne größer ist, soviel, dass das Müsli von ca. 1cm Wasser bedeckt ist. 

Nun auf kleiner Flamme (3) köcheln lassen, bis das ganze Wasser von den Haferflocken und den Rosinen aufgesogen ist. (Dauert ca, 5-6 Minuten)

Dann ist es fertig: Mahlzeit und Guten Morgen!



Sonntag, 28. Dezember 2014

Gemüse-Schinken Auflauf mit Gerstengraupen (Rollgerste)

Nachdem ich noch nie mit Graupen (Rollgerste) gekocht habe, wollte ich mal probieren dieses Getreide in einem Auflauf zu verarbeiten.


Ich habe mir dazu ein Rezept auf Chefkoch.de rausgesucht und es noch für meinen Geschmack variiert. Hier nun mein Rezept für euch zum Nachkochen:


Zutaten:
für eine ovale oder eckige Auflaufform (26cm lang, 20cm breit, 9cm hoch, mit Deckel)

3 Kaffeetassen Rollgerste (ca. 250g) (gibts bei DM)

Gemüsemischung:
1 großer Brokkoli
5 mittelgroße Karotten
1/2 Sellerieknolle
1 große gelbe Zwiebel
3 große Knoblauchzehen
2cm Stück vom Ingwer
10 dag Wurst- oder Schinken (egal, was grad da ist)
300g Käse im Stück oder schon gerieben (Gouda, Bergbaron, oder etwas würzigeres)

Auflaufsauce:
1 Becher Sauerrahm
3 große Bio-Eier
die Hälfte vom geriebenen Käse

Salz, Pfeffer, Thymian, Olivenöl, Butter, Muskatnuss





Zubereitung:


1. Die 3 Kaffeetassen Rollgerste in ein Sieb geben und gut waschen. Dann in einen kleinen Kochtopf mit 5 Kaffeetassen Wasser und 1 TL Salz geben. Zum Kochen bringen und ca. 20min auf kleiner Flamme (4-5) kochen und immer wieder umrühren, bis das Wasser fast weg ist. (Ohne Deckel kochen!)


2. Die Auflaufform mit einem kleine Butterstück unten und am Rand einfetten und zur Seite stellen. Den Backofen auf 180°C Ober/Unterhitze vorheizen.


3. Den Brokkoli, die Karotten und den Sellerie waschen. Den Sellerie noch mit dem Kartoffelschäler schälen. Brokkoliröschen vom Strunk rundherum runterschneiden und in ganz kleine Röschen zerteilen / zerschneiden. Die Karotten und den Sellerie entweder mit der Gemüseraspel oder der Küchenmaschine grob hobeln. Auch den Strunk vom Brokkoli könnt ihr verwenden und einfach dazuraspeln, nur den ganz unteren Teil (ca. 4cm) wegschneiden. Das Käsestück mit der groben Gemüseraspel reiben.


4. Zwiebel, Ingwer und Knoblauch schälen und in kleine Stückchen schneiden, oder ihr werft sie auch in die Küchenmaschine zum anderen Gemüse dazu. Den Schinken in kleine Stücke schneiden.


5. 2-3 EL Olivenöl in einer großen Pfanne oder einem großen beschichteten Kochtopf erhitzen und den Schinken kurz anbraten, dann noch die Zwiebelstücke, den Ingwer und den Knoblauch dazu und dann gleich die restlichen Gemüsestücke. Die Gemüse/Schinkenmischung salzen, pfeffern und ca. 2 TL Thymian dazugeben.





6. Die 3 Eier mit dem Becher Sauerrahm verquirlen und wieder gut salzen und pfeffern. Die Hälfte vom geriebenen Käse und 1/2 geriebene Muskatnuss dazu mischen. Ihr könnt auch noch frische Kräuter daruntermischen, wenn ihr welche zuhause habt.


7. Die Sauerrahm/Käse/Eiermischung unter die Gemüsemasse mischen und das Ganze in die Auflaufform geben. Nun noch den restlichen Käse oben gleichmäßig verteilen und ab damit in den Backofen.


8. ca. 40min bei 180°C Ober/Unterhitze mit dem Decken der Auflaufform backen. Nach ca. 20min könnt ihr den Deckel runternehmen und den oberen Griller dazu schalten, damit der Käse noch etwas braun wird.

Dazu passt gut grüner Salat oder wie bei uns heute, die süß-sauren Sticksi Gurken.

Wenn ihr daraus ein reines Gemüsegericht machen wollt, schlage ich vor, dass ihr statt dem Schinken geräucherten Tofu probiert.

Dienstag, 24. Juni 2014

Gemüsepasta mit Tomaten und Dille-Basilikum Garnitur

Diese Pasta ist nicht nur was für den Bauch, sondern auch für die Augen!


Und das Auge ist ja bekanntlich auch mit!

Und es muss einfach manchmal gaaaanz schnell gehen... darum sind gekaufte Tomaten-Sugos ein echter Segen, allerdings werden sie bei mir immer noch etwas verfeinert und mit mehr Gemüse angereichert:o)


Zutaten für 2 Personen:

150g Vollkorn-Spaghetti
1 Glas Barilla Pesto alla Calabrese
2 große Karotten
2 Stangen Stangensellerie
1 Kohlrabi
2 Jungzwiebel
10 mittelgroße Cocktail- oder ovale Rispentomaten

1 kleiner Bund Dille
1 kleiner Bund Basilikum
Salz, Pfeffer, Olivenöl

Zubereitung:

Zuerst gleich mal einen großen Topf mit Wasser aufstellen und zum Kochen bringen. Das dauert ca. 5 Minuten und die Spaghetti kochen dann nochmal ca. 8 Minuten. 

Also sind währenddessen ca. 13 Minuten Zeit für das Verfeinern und erhitzen des Sugo's:

Das Gemüse waschen und den Kohlrabi schälen, Jungzwiebel putzen. Karotten und Kohlrabi mit dem Gemüsehobel grob raspeln (so sind sie schneller durch und sind auch nicht so stückelig in der Sauce). Den Stangensellerie und den Jungzwiebel und den Knoblauch in kleine Scheiben schneiden.

In einer großen Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und die geschnittenen Jungzwiebel, bis auf den grünen Teil, gemeinsam mit dem Knoblauch ca. 1 Min. anschwitzen. 

Dann die Kohlrabi- und Karottenraspel mit den Stangenselleriescheiben dazugeben und ca. 6 Min. gut anbraten. Gleich etwas salzen, dann wird das Gemüse schneller weich.

Zum Schluss das Pesto alla Calabrese über das Gemüse geben und mit einem Schnapsglas Wasser noch etwas verdünnen.

Nun sind die Spaghetti in der Zwischenzeit fertiggekocht (eine Nudel rausnehmen und kosten). Die Nudeln abseihen und zu dem Gemüsesugo in die Pfanne dazugeben und gut durchmischen.

Auf einen Teller geben und mit geviertelten Tomaten und den gezupften Blättern vom Dille und Basilikum garnieren.

Wer will kann noch etwas Parmesan oben draufgeben und mit Pfeffer abrunden.

Ein schnelles Abendessen in 15 Minuten!

Guten Appetit,
eure
Carmen


Mascarpone Gemüsepfanne



Nun ist grad die erste Ernte aus dem Garten meiner Eltern fällig gewesen: Kohlrabi, Jungzwiebel und Petersil fuhren gestern frisch geköpft im Zug mit mir nach Wien.

Was mach ich nun damit?

Das allereinfachste ist immer eine bunte Gemüsepfanne mit ein paar Gewürzen und etwas Cremigem.





Und so hab ich's gemacht:

Zutaten für 1 große Pfanne:

Aus dem Garten der Eltern:

2 Kohlrabi
2 große Jungzwiebel
1 kleiner Bund Petersil


Noch im Kühlschrank oder dazu gekauft:

5 mittelgroße Karotten
6 mittelgroße Salatkartoffeln (festkochend)
2 Stangen Stangensellerie
2 kleine Knoblauchzehen
2 EL Mascarpone
1/8 l Weißwein
1 EL Butterschmalz
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Das ganze Gemüse waschen und die Kohlrabi und die Kartoffel schälen.
Alles kleinschneiden, in die Form, die euch Spass macht (Würfel, Stifterl, Scheiben,...)

In einer großen Pfanne, oder einer WOK Pfanne das Butterschmalz zergehen lassen. Dann die Jungzwiebel und den Knoblauch dazu und 1 Minute andünsten. Dann das ganze restliche Gemüse, bis auf den Petersil und das Grüne vom Jungzwiebel, dazugeben und ein bisschen scharf anbraten.

Mit dem Weißwein ablöschen und ca. 1 Min. den Alkohol verdunsten lassen. Dann 1/8l heißes Wasser dazugeben und mit geschlossenem Deckel ca. 20 Minuten auf kleiner Flamme dahindünsten lassen. Manchmal umrühren, damit das Gemüse ganz unten nicht zu matschig wird.

Kosten, und wenn es euch weich genug ist, dann kräftig salzen und pfeffern und den Mascarpone reingeben und gut durchrühren, bis er ganz geschmolzen ist. Auch den geschnittenen Petersil und das geschnittene Grün von den Jungzwiebeln nun dazugeben und nochmal 1 Minute dünsten lassen.

Fertig ist das vitaminreiche Gartengericht! Zugegeben, der Mascarpone und die Butterschmalz sind keine wahren Leichtgewichte, aber sie sind für das ALLERWICHTIGSTE beim Kochen gut: DEN GESCHMACK!!! Ausserdem benötigen die fettlöslichen Vitamine im Gemüse ein bisschen Fett im Gericht, damit sie gut vom Körper aufgenommen werden können. Also: keine Angst vor diesen zwei tollen Geschmacksbegleitern ;o)

Lasst es euch gut schmecken,
eure 
Carmen

Sonntag, 2. Juni 2013

Tiramisu Schritt für Schritt

Tiramisu für Freunde


Ich verwende gerne das Rezept, auf der Manner Biskottenpackung, nur habe ich es hier noch etwas ausführlicher aufgeschrieben und ein paar Fotos dazugegeben, damit ihr es leichter und Schritt für Schritt nachkochen könnt.

Ausserdem gleich vorweg mein Tipp:
Macht das Tiramisu am besten am Vorabend von dem Tag an dem ihr es essen, oder Freunden servieren wollt. Es verhält sich wie Nudelsalat und wird besser je länger es im Kühlschrank durchziehen kann.




Zutaten:

1x500g Becher Mascarpone
40-60 Biskotten (je nach Größe der Tiramisu-Form)
4 Eier
100g Staubzucker
ca. 2 große Häferl schwarzer Kaffee (am besten Espresso)
2EL Rum
Kakaopulver


Kochwerkzeug und Vorbereitung:

1 rechteckige oder ovale Auflaufform (ca. 20x40cm) mit ca. 8cm hohen Seitenwänden
1 große Plastikrührschüssel (ca. 20cm Durchmesser)
1 kleine Plastikrührschüssel (ca. 10-15cm Durchmesser)
1 Küchenwaage (oder einen Küchenmessbecher)
1 Mixer
1 Teigstreichkarte (oder ein flacher Plastikkochlöffel)
1 kleine runde Schüssel mit ca. 10cm Durchmesser)
1 feines Metallsieb


Den Mascarpone und die Eier schon 30 Minuten vorher aus dem Kühlschrank nehmen, damit die Zutaten nicht eiskalt sind beim Verarbeiten.

2 große Tassen Espresso kochen (mit der Kaffeemaschine). Ich verwende gerne die silberne, italienische Espressomaschine, die man auf den Herd zum Kochen stellt. Auf jeden Fall sollte der Kaffee kräftig sein. Den Kaffee dann in die kleine runde Schüssel geben und die 2 EL Rum dazugeben. Dann in der Abwasch in kaltem Wasser gut auskühlen lassen bevor ihr nachher die Biskotten reintaucht!


Auf der Küchenwaage schon mal die 100g Staubzucker abwiegen. (Ich mag die Creme nicht so süß daher geb ich nur 90g Zucker rein)






Zubereitung:

Zunächst schnappt ihr euch die große Plastikrührschüssel und die kleine Rührschüssel und trennt die 4 Eier in Dotter und Eiklar. Die Dotter kommen in die große und das Eiklar in die kleine Rührschüssel.

Das Eiklar schlagt ihr gemeinsam mit der Hälfte vom Staubzucker (also 50g Staubzucker) mit dem Mixer schon mal zu Eischnee und stellt es kurz auf die Seite.






Dann in der großen Rührschüssel die Eidotter mit der zweiten Hälfte vom Staubzucker (wieder 50g Staubzucker) schaumig rühren. (Das heißt mindestens 5 Minuten rühren!)


Dann gebt ihr den Becher Mascarpone in die Rührschüssel dazu und mixt es nochmals mit dem Mixer durch.


Wenn alles wieder gut vermischt ist, dann kommt jetzt der Zucker-Eischnee zu der Masse in die große Rührschüssel dazu. Aber ACHTUNG: nur mit dem Kochlöffel (oder Teigkarte) vorsichtig unterheben, nicht mit dem Mixer schlagen!



Nun kann der lustige Teil beginnen, das Schichten der Biskotten und der Creme in der Auflaufform:

Man beginnt mit der Biskottenschicht:
Ihr nehmt immer eine Biskotte und tunkt sie auf beiden Seiten kurz in die kalte Kaffee-Rum Mischung und lasst sie ein bisschen vollsaugen. (Je mehr ihr sie vollsaugen lasst, umso mehr schmeckt ihr dann später den Kaffee heraus, aber nicht zu gatschig werden lassen, die Biskotte soll noch fest genug sein, um sie mit den Fingern in einem geraden Stück in die Auflaufform legen zu können)

Je nachdem welche Form eure Auflaufform hat, müsst ihr manchmal etwas improvisieren und auch ein paar halbierte Biskotten unterbringen. Der Boden sollte fast zur Gänze mit Biskotten bedeckt sein.



Nun kommt die erste Schickt Creme drauf. Teilt euch die Creme in 3 Teile ein. Das erste Drittel kommt mal auf die Boden-Biskottenschicht drauf. Dann wieder eine Schicht getunkte Biskotten.



Insgesamt legt ihr 3 Schichten Biskotten und 3 Schichten Creme. Die abschließende Schicht ist eine Cremeschicht.

Das ganze kommt nun am besten mit einem Deckel (oder zumindest mit Folie abgedeckt) in den Kühlschrank. Dort für mindestens 6 Stunden kühlen lassen, am besten jedoch schon am Vorabend machen und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen)



Dann kurz vor dem Servieren, nehmt ihr es aus dem Kühlschrank und streut noch Kakaopulver oben drauf. Dazu gebt ihr ca. 2 EL Kakaopulver (kein gezuckertes Benco, das echte Pulver z.B. von Bensdorp) in ein kleines Metallsieb und verteilt das Pulver mit dem Sieb über der ganzen obersten Cremeschicht.
Das Sieb nimmt man, damit die Kakaoklümpchen ganz fein durch das Metallsieb ausgesiebt werden und nur schönes feines Pulver auf das Tiramisu fällt.

Nun ist es fertig und die hungrige Meute kann ihre Zähne in das Tiramisu schlagen!

Habt viel Spass beim Nachkochen und bis bald!
Eure
Carmen

Sonntag, 28. April 2013

Selbstgemachte Schaumrollen

Das ist wirklich das allergrößte, Guschlbauer, jetzt kannst du zumachen! Oma hat mir vor kurzem gezeigt, wie man Schaumrollen selber macht und ich bin voll begeistert, dass ich diese hohe Kunst nun ebenfalls beherrsche!

Damit ihr es bald auch könnt, teile ich hier mein gelingsicheres Rezept für Mini-Schaumrollen von Oma Rosa mit euch:

Der Blätterteig:
Man kann ihn auch einfach fertig im Geschäft gekühlt kaufen, aber ich bin soooo stolz, dass ich ihn jetzt selber machen kann, darum empfehle ich euch auch es zumindest einmal nach dem Originalrezept zu probieren!

Allerdings ist es Oma's Empfehlung den Blätterteig eher in der kalten Jahreszeit zu machen, also haben wir ihn vor kurzem, als es nochmals im April Schnee hatte, nochmal schnell gemacht :o)

Zutaten für den Blätterteig:

250g Mehl
1 Ei
lauwarmes Wasser (nach Bedarf)

250g Butter (Butterziegel, keine Margarine)
Und noch 1 Ei:
1 Eiklar (zum Bestreichen vor dem Aufrollen)
1 Eidotter (zum Bestreichen vor dem Backen)
4 EL Milch (zum Bestreichen vor dem Backen)

Schaumrollen "Spezialwerkzeug": ca. 12 Stück kleine hohle Metallrollen mit ca. 1-2 cm Durchmesser
(die bekommt ihr normalerweise in einem gut sortierten Küchenwarengeschäft, oder aber ihr sucht sie euch im Internet)

1 Spritzsack mit einer Metallspitze (ca. 8mm große Öffnung)


Zubereitung für den Blätterteig:

Mehl, Ei und lauwarmes Wasser in einer Teigrührschüssel zusammengeben und mit den Knethaken des Mixers oder der Küchenmaschine solange kneten, bis der Teig nicht mehr patzig ist, also sich schön von der Schüssel löst. (Wasser daher "nach Bedarf", weil ihr so die Festigkeit des Teigs selber steuern könnt, wenn ihr zuviel Wasser erwischt habt, einfach noch ein bisschen Mehl dazu)

Dann den Teig in der Teigschüssel ca. 1/2 Stunde kühl (im Kühlschrank) rasten lassen.

Nun den kalten Butterziegel auf einer Knetmatte (oder auf der Arbeitsfläche) mit ca. 3 EL Mehl einstauben und mit einem gut eingemehlten Nudelholz ca. auf die doppelte Fläche ausrollen.

Nun den gerasteten Teig aus dem Kühlschrank nehmen und ebenfalls mit dem gemehlten Nudelholz ausrollen, auf die doppelte Größe des ausgerollten Butterziegels. Dann nehmt ihr den ausgerollten Butterziegel und legt ihn in die Mitte der ausgerollten Teigfläche. Nun schlagt ihr die überstehenden Seiten des Teigs an 4 Seiten ein, so dass es aussieht wie ein zur Mitte gefaltetes Briefkuvert und dann rollt ihr es mit dem gemehlten Nudelholz wieder auf die gleiche Größe aus die der Teig vorher hatte.
Nochmal an den 4 Seiten zum Briefkuvert zur Mitte hin einschlagen und als eingeschlagenes Packerl so nun wieder 1/2 Stunde im Kühlschrank rasten lassen.

Dieses gesamten Vorgang müsst ihr noch 2 mal wiederholen, also insgesamt 3x ausrollen und zum Briefkuvert einschlagen, dazwischen immer im Kühlschrank 1/2 Stunde rasten lassen.

Tipp von Oma: den Blätterteig bereitet ihr bis hierhin (3. mal einschlagen) am Besten schon am Vorabend zu, und lasst den Teig nach dem 3. Mal einschlagen über Nacht im Kühlschrank rasten.
So lässt er sich am nächsten Tag besonders gut verarbeiten (weil die Butter wieder vollkommen fest geworden ist)

Am nächsten Tag:
Blätterteig aus dem Kühlschrank nehmen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen auf ca. 2 mm Teigdicke. Dann den Teig mit einem kleinen Teigrad (gerade oder mit Zacken) in lange Streifen schneiden, ca. jeweils 2 cm dick.

Die Teigstreifen mit dem Eiklar von dem 2. Ei bestreichen. (Damit die Streifen in der Rolle gut aneinander kleben bleiben), den Dotter hebt ihr noch für nachher auf.

Nun braucht ihr das "Spezialwerkzeug" die Stangerlrollen! Diese in einer kleinen Schüssel mit etwas Öl übergießen und rundherum einfetten (damit der Teig nicht anklebt).

Dann nehmt ihr ein eingefettetes Metallstangerl und einen Teigstreifen und fangt am unteren Ende des Metallstangerls an den Teig auf das Stangerl aufzurollen, dabei immer ca. die Hälfte des Teigs über den vorherigen Streifen drüberstehen lassen und wickeln bis der Teigstreifen aus ist. Meistens braucht man mindestens 2 Teigstreifen für 1 ganzes Metallstangerl. Dann klebt ihr einfach an den letzten Streifen den neuen Streifen dran und drückt ihn vorsichtig ein bisschen mit den Fingern an das Anschlussstück an.

Die fertig gerollten Teigstangerl legt ihr dann nebeneinander auf ein, vorher mit kaltem Wasser abgespültes, Backblech.
Wenn alle Teigstangerl drauf liegen, verquirlt ihr den übrigen Eidotter mit den 4 EL Milch und bestreicht damit mit einem Backpinsel die Teigstangerl auf dem Backblech.
(So bekommen die Schaumrollen einen schönen braunen Glanz)

Das Backrohr habt ihr inzwischen schon auf 200°C bei Umluft mit Unterhitze (wenn das euer Herd kann, sonst nur Umluft) vorgeheizt. Das Backblech mit den Teigstangerln reinschieben und gleich die Temperatur auf 180°C reduzieren. Ca. 20 Minuten backen bis die Teigstangerl eine leichte Bräune haben.

Wenn sie fertig sind, aus dem Rohr nehmen und vor dem Füllen mit der Schaummasse auskühlen lassen. Die Metallstangerl nun vorsichtig durch drehen aus den Teigrollen rausziehen und die Teigrollen weiter komplett auf einem Brett oder auf einem Serviertablett auskühlen lassen.

Die Schaummasse:
Oma macht immer eine Zitronenschaum Füllung, die ich für die allerbeste Füllung der Welt halte!

Zutaten für Zitronen-Schaumfüllung:

3 Eier (nur das Eiklar)
150g Zucker
Die abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
1 Pkg Vanillezucker
1 EL Maizena

Zubereitung für die Schaumfüllung:

Eiklar vom Dotter trennen und nur das Eiklar verwenden. Mit dem Zucker, Maizena und dem Vanillezucker über heißem Wasserdampf mit dem Mixer zu einem festen Schaum schlagen. (Dafür hängt ihr einfach einen kleineren Topf mit zwei Hänkeln in einen größeren Topf, den ihr ca. bis zur Hälfte mit Wasser füllt und das Wasser zum Kochen bringt)
Zum Schluss die geriebene Zitronenschale dazu und weiterschlagen. Dann den kleineren Topf mit der Schaumfüllung aus dem Wasserdampf rausnehmen und neben dem Herd noch weiter "kalt" rühren, bis er ganz fest ist und schön im Topf stehen bleibt.

Das Aufschlagen könnt ihr mehrmals wiederholen, wenn der Schaum dazwischen (bis die Rollen fertiggebacken und ausgekühlt sind) mal wieder etwas flüssiger werden sollte.

Sind nun die Teigrollen ausgekühlt, könnt ihr mit dem Füllen der Schaumrollen beginnen. Dazu nehmt ihr am Besten einen Spritzsack (wir verwenden immer die Einmalspritzsäcke aus Plastik, schneiden sie unten am Spitzerl ab und geben ein Metallspitzerl rein, das ein ca. 8mm großes Loch (Rund oder Stern ist egal) hat.

Dann füllt ihr die Zitronenschaum Masse in den Spritzsack, dreht den Spritzsack oben zu einer Tüte zusammen und setzt ihn ganz luftdicht an ein Ende der Teigrolle an. Dann füllt ihr alle Rollen und setzt sie auf ein Tablett, wenn ihr wollt könnt ihr sie noch mit etwas Staubzucker bestreuen, aber das ist meist geschmacklich gar nicht notwendig.

Viel Spass beim Nachkochen!
Eure Carmen und Oma Rosa

ps. das nächste Mal werde ich Fotos machen, da einige Schritte sicherlich in Bildern besser verständlich sind

Wünscht ihr euch eigentlich bei allen Rezepten Fotos von den einzelnen Schritten?



Sonntag, 2. Dezember 2012

Oma's Einbrennsuppe mit Bröselknöderl

Diese Suppe ist ein echter Sattmacher und bestens geeignet als warmes Abendessen in der kalten Jahreszeit. Das Rezept stammt von Oma Lechner und ich teile es hiermit gerne mit allen "Einbrenn-Suppen" Fans!

Zutaten für die Suppe:
250g Hühnerteile
1 TL Piment
1 TL Koriandersamen
1 TL Pfefferkörner
1 Pkg. Suppengemüse (Karotten, Sellerie, Peterswurz, Lauch, Petersil)
2 Liter Wasser

2 EL Rama
2 EL Mehl
1 kleiner Bund Petersil
geriebene Zitronenschale von 1 Zitrone
1 Messerspitze Muskatnuss
1 Eidotter

Zutaten für die Knöderl (Suppeneinlage):
2 alte Semmeln
2 TL Butter
1 großes Ei
4 EL Semmelbrösel
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
1 kleiner Bund Petersil

Zubereitung Suppe:
In einen großen hohen Topf ca. 2 Liter Wasser geben und die Hühnerteile mit den Pimentkörnern, Koriandersamen und Pfefferkörnern hineingeben. Für ca. 1 Stunde lang kochen.
Dann das gewaschene und grob zerkleinerte Suppengemüse dazugeben und auf kleiner Flamme noch 1/2 Stunde schwach köcheln lassen. (Oma meinte: "Nur ziehen lassen!")

Dann die Suppe durch ein Sieb in einen zweiten Topf gießen und mit etwas Gemüsesuppenpulver, oder Salz, oder Hühnersuppenpulver abschmecken, falls es zu mild ist. (Ca. 1 TL Hühnersuppenpulver,  und etwas Salz haben wir dazugegeben)

Nun muss zu der klaren Suppe eine "Einbrenn" dazugemacht werden und die geht so:
In einen neuen Topf die Rama zerlaufen lassen und 2 EL Mehl darin kurz anrösten, bis es ein bisschen hellbraun wird, immer fleißig mit einem kleinen Schneebesen rühren, damit's nicht anbrennt! Bevors zu dunkel wird mit 1/8 Liter Wasser ablöschen und immer weiterführen, bis eine milchige Paste entsteht, dann noch den klein gehackten Petersil einrühren.

Dann nach und nach immer einen Schöpflöffel von der Hühnersuppe dazugeben und immer weiterrühren. Zum Schluss ist die ganze Hühnersuppe in dem "Einbrenn"-Topf gelandet und die Suppe hat jetzt so einen milchigen Schleier, das ist die "Einbrenn"-Farbe. Jetzt noch mit der geriebenen Zitronenschale und ein bisschen geriebener Muskatnuss würzen und noch ca. 10 Minuten auf ganz kleiner Flamme "ziehen lassen".

Dann die Knöderl einlegen (Zubereitung siehe unten) und nochmal 10 Min leicht köcheln.

Danach kommt noch das Eidotter vor dem Anrichten dazu: Einen Schöpflöffel Einbrennsuppe in eine kleine Schüssel rausgeben und wieder mit dem kleinen Schneebesen das Eidotter ganz schnell einrühren. Diese gerührte Masse dann zurück in den großen Suppentopf leeren unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen. Die gebundene Suppe nun nicht mehr kochen lassen! (Das Ei bindet die Suppe nochmals, damit sie noch ein bisschen molliger wird und gibt der blassen Einbrennsuppe auch so eine nette hellgelbe Farbe)

Das gekochte Gemüse und das Fleisch von den Hühnerteilen kann man nun noch ganz klein schneiden und der Suppe ebenfalls wieder beigeben, je nach Geschmack!

Zubereitung Knöderl:
Die zwei alten Semmeln in einer kleinen Schüssel in Wasser einweichen (man kann auch Milch verwenden) und wenn sie ganz gatschig sind, ausdrücken und den Semmelmatsch auf einen kleinen Teller geben. Dann 2 TL Butter mit 1 großen Ei in einer Teigschüssel mit dem Mixer schaumig rühren, 4 EL Brösel dazugeben und den Semmelgatsch dazu. Dann noch 1TL Salz, etwas Pfeffer (1 Messerspitze oder mehr wenn man will), 1 Messerspitze geriebene Muskatnuss und nochmal 1 kleiner Bund gehackte Petersilie dazugeben und alles vermixen.

Die Masse nun ca. 15 Minuten stehen lassen (damit sich das Ei und die Brösel gut mit allem verbinden können) und dann mit nassen Händen kleine Knödel formen. Sie sollen nur ca. 4cm Durchmesser haben. Die geformten Knödel dann vorsichtig in die Suppe einlegen und das ganze noch 10 Minuten leicht köcheln lassen (siehe oben Zubereitung Suppe).


Ein Teller Oma's Einbrennsuppe mit ca. 3 Knöderl macht mich total satt, ich freu mich schon auf die nächste Suppe bei ihr!
Viel Spass beim Nachkochen,
eure
Carmen

Freitag, 18. Mai 2012

Oma Greisi's Guglhupf

Guglhupf von Oma Greisinger

Diesen Gugelhupf hat meine Bad Haller Oma immer zum Geburtstag von Papa gemacht. Er ist mit Rosinen aber man kann ihn auch stattdessen als Marmorguglhupf mit Kakao machen.

Zutaten:
250g (25dkg) glattes Mehl
200g Zucker
4 ganze Eier
1/8 Liter Öl (geschmacksneutrales wie z.B. Maiskeimöl oder Sonnenblumenöl)
1/8 Liter Wasser
3/4 von einer Pkg Backpulver
1 Pkg Vanillezucker
1/2 Moccalöffel Salz
ca. 1 EL Butter zum Befetten der Backform
ca. 1 EL Mehl zum Bestauben der eingefetteten Backform

Rosinen (Menge nach Belieben)
oder
Kakao 4 gehäufte Esslöffel

Zubereitung:

Als erstes immer die Backform herrichten: Mit der Butter innen bis in alle kleinen Rillen einfetten. (Tipp: wenn ihr die Butter auf ein Stück Küchenrolle gebt, gibt's keine fettigen Finger) Dann den 1 EL Mehl in die Backform schütten und kräftig schütteln, bis das Mehl überall haften geblieben ist.

Ihr braucht zur Vorbereitung 2 Rührschüsseln:
In der ersten Schüssel die 4 Eier reinschlagen und den Zucker dazugeben. Mit dem Mixer schaumig rühren, bis der Teig ganz kleine Bläschen macht.
In der zweiten Schüssel das Mehl mit dem Backpulver mit einem Kochlöffel vermischen und das Salz noch dazugeben.

Dann in die erste Schüssel mit dem schaumigen Teig langsam zuerst das Öl und dann das Wasser mit dem Mixer einrühren. Dann das Mehl langsam einrühren. Entweder händisch, nur mit dem Kochlöffel portionsweise einrühren, oder mit dem Mixer auf der kleinsten Stufe.

Variante mit Rosinen: nun zum Schluss die Rosinen mit dem Kochlöffel in die Masse einrühren und dann die Mischung in die Guglhupfform gießen.

Variante mit Kakao: die Hälfte der Teigmasse in die Guglhupfform füllen. In die restliche Teighälfte in der Rührschüssel, den Kakao mit dem Kochlöffel einrühren. (Tipp: damit es keine Klümpchen gibt, solltet ihr den Kakao mit einem Esslöffel durch ein kleines Sieb in die Teigmasse sieben!) Nun die Kakaoteigmasse auch in die Backform als 2. Schicht einfüllen. Für das typische Marmormuster nun mit einer Gabel in kleinen, kreisenden Bewegungen die beiden Teigschichten etwas vermischen.
Achtung: darauf achten, dass ihr nicht an der Backform innen zu sehr ankratzt, sonst bleibt der Kuchen an diesen Stellen kleben.

Nun bei 180°C bei Ober/Unterhitze im Ofen für 50 Minuten backen.
Vor dem Herausnehmen aus dem Ofen vorsichtshalber noch die Backprobe machen: Mit einer sehr dünnen Stricknadel oder einen sehr dünnen, langen Messer vorsichtig bis fast auf den Boden stechen und wieder herausziehen. Wenn noch Teig am Messer kleben bleibt ist der Kuchen noch nicht fertig und benötigt noch weitere 5-10 Minuten.
Ein weiteres Zeichen dafür, dass der Kuchen fertig ist, ist wenn sich der Kuchen von der Backform innen zu lösen beginnt.

Viel Spass beim Ausprobieren !
Eure Carmen

                                                     Ein Foto von meiner BadHaller Oma, leider ist sie schon gestorben,
                                                     aber in ihren Rezepten lebt sie für mich weiter!

Samstag, 12. Mai 2012

Broccoli-Hühnerpfanne als Gemüseverwerter

Broccoli-Mais-Hühnerpfanne mit Naturreis


Dieses Rezept habe ich neulich Abend kreiert, als ich 2 Hühnerbrüste verwerten musste, die ich schon 2 Tage im Kühlschrank hatte. Dazu hatte ich noch Broccoli, Mais im Glas und Lauch daheim, aber ihr könnt den Broccoli durch jegliches Gemüse, das ihr gerade daheim habt und verarbeiten müsst, ersetzen. So entsteht immer wieder eine neue, kreative Variante dieses Gerichts!


Zutaten für ca. 3 Portionen:
2 Hühnerbrüste
1 Broccoli
1 Glas/Dose Mais
1/2 Stange Lauch
2 Kaffeetassen Reis
(Basmati Naturreis)
5 EL Sojasauce
2 EL Teriakisauce
1 TL Gelbe Senfsamen
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1/2 TL gemahlener Koriander
1 Stück Ingwer (ca. 2-3cm groß)
1/2 kleine rote Chili
Salz
Frischer Koriander


Zubereitung:


Zuerst den Naturreis zum Kochen aufstellen, er benötigt etwas länger als weißer Reis. Den Reis kurz in einem Sieb durchwaschen und dann mit 4 Tassen Wasser zum Kochen bringen. Etwas salzen und ca. 25 Min kochen (je nach Angabe auf der Packung)


Dann das Gemüse vorbereiten: 
Den Broccolistrunk abschneiden (wenn er schön ist, kann man ihn ebenso wie die Röschen klein schneiden und mitbraten) die Röschen alle auf ca. 3cm breite Röschen zerteilen und im Sieb kurz durchwaschen. Den Lauch mit einem scharfen Messer auf einer Seite, der Länge nach bis zur Mitte aufschneiden und gut waschen. Wenn er so halb aufgeschnitten ist, kann man ihn mit seinen vielen Schichten besser waschen. Danach in feine Ringe schneiden.


Den Mais öffnen und auch unter fließendem Wasser im Sieb kurz durchwaschen. Die Chili samt den Samen klein schneiden. (wers nicht ganz so scharf mag, sollte die weißen Samen innen entfernen vor dem Schneiden, in ihnen steckt die meiste Schärfe der Chili) Das Ingwerstück schälen und ganz klein schneiden.


Dann die Hühnerbrüste auf einem eigenen Schneidebrett (Plastik) in Streifen schneiden. Das Schneidebrett, das Messer und die Hände nachher gut mit Spülmittel waschen (Salmonellengefahr)!


In einer Pfanne ca. 2 EL Olivenöl erhitzen, die Lauchringe, Senfsamen, Kreuzkümmel, Koriander, Chili und den geschnittenen Ingwer kurz anbraten und dann gleich die Hühnerstreifen dazugeben und braun braten. Mit der Teriaki- und der Sojasauce ablöschen und den Broccoli dazugeben. Mit einem Deckel zudecken und ca. 3 Minuten weich dünsten. 


Dann den Mais dazugeben und mit dem Salz noch abschmecken. Viel nachsalzen muss man nicht, da die Sojasauce schon recht salzig schmeckt.


Mit dem gekochten Reis und etwas geschnittenem Koriander bestreut servieren.




Tipp:
Diese Pfanne könnt ihr wie gesagt, mit jeglichem Gemüse machen, das zufällig daheim ist. Auch die Hühnerbrüste könnt ihr für eine vegetarische Version durch Tofustücke ersetzen.

Sonntag, 29. April 2012

Pasta Asciutta auf Gesund

Spaghetti mit Gemüse-Fleischsugo und Salat
oder
Pasta Asciutta mal "etwas gesünder"

Zutaten für ca. 6-8 Portionen:
(das klingt viel, aber das übrige Sugo lässt sich super einfrieren für später)
(alle Zutaten kaufe ich wenn möglich immer in Bio-Qualität bei Merkur, Spar oder Billa)
3 große Karotten
1/2 Sellerieknolle
1 große Zwiebel
2 Stk. Stangensellerie oder ein grünes Gemüse, das verarbeitet werden muss (z.b.Zucchini oder Broccoli)
1 Tasse Bio-Faschiertes (etweder rein Rind oder gemischt Schwein-Rind) ca. 400g
2 x 200ml Dosen oder Gläser eingekochte Tomaten in Sauce, reines Tomatensugo, Passierte Tomaten (in Stückchen oder im Ganzen, je nach Belieben)
2 EL Tomatenmark
Schale einer 1/4 Zitrone
1/2 Becher Schlagobers
1 Bund Petersil
je 1 TL getrockneten Oregano und Basilikum
Salz, Pfeffer

1-2 Pkg Vollkornspaghetti (die von Barilla Integrale Nr. 5 in der orangen Packung schmecken fast wie die normalen und sind aber reicher an Ballaststoffen - gut für die Verdauung)

Parmesan und gehackter, frischer Basilikum zum Bestreuen
Grüner Salat als Beilage

Zubereitung des Sugos:
Zunächst mal das Gemüse vorbereiten: Die Karotten und die Sellerieknolle gut waschen und am Besten mit der Gemüseraspel mit den großen Löchern in eine Schüssel raspeln. Die Selleriestangen in kleine Scheiben schneiden und in die Gemüseschüssel dazugeben. Die Zwiebel in kleine Stücke schneiden und den Petersil klein hacken.

Eine große hohe Pfanne (ca. 7cm hoch) mit ca. 2 EL Olivenöl erhitzen und die Zwiebel darin glasig anbraten. Das Faschierte dazugeben und solange braten, bis es etwas braun geröstet ist. Dann die geraspelten Karotten, Sellerieraspel und die Selleriestangenscheiben (oder ein graspeltes anderes Gemüse) dazugeben und mit aufgesetzem Deckel ca. 5 Min dünsten lassen. Falls es droht anzubrennen, einfach ein bisschen Wasser dazugießen.

Dann die passierten Tomaten in Sauce (oder Tomatenstücke) dazuleeren und gut durchmischen. Falls zu dick noch etwas Wasser dazu.  Getrockneten Oregano und Basilikum dazu und das Sugo mit aufgesetztem Deckel mindestens 45Min. noch besser 1 Stunde auf kleiner Flamme köcheln lassen. Immer wieder umrühren.

15 Minuten vor Garende des Sugos nun die Vollkornnudeln ins kochende Wasser geben (das Wasser leicht salzen, aber erst nachdem das Wasser kocht) und bissfest kochen (ca. 8 Min.) Den Salat waschen und mit Olivenöl, Rapsöl, Balsamicoessig, Salz, Zucker, Pfeffer marinieren.

Das fertig gekochte Sugo nun mit dem Tomatenmark, der Zitronenschale und Salz und Pfeffer abschmecken. 1/2 Becher Schalgobers und den gehackten Petersil unterrühren. Fertig.

Wer mag, mit geraspeltem Parmesan bestreut und frisch geschnittenem Basilikum servieren.

Damit es noch gesünder wird:
Auf das Mengenverhältnis von Nudeln zu Sugo auf dem Teller achten:
Weniger Nudeln und mehr Sugo drauf, bei mir sinds immer 1/2 Teller Spaghetti +1/2 Teller Sugo

Die gleiche Menge Salat dazuessen wie Nudeln.
Wer das nicht schafft von der Salat-Menge her, sollte weniger Nudeln auf den Teller geben.

Lasst es euch gut schmecken!
Eure
Carmen Greisinger

Sonntag, 22. April 2012

Paprikahuhn - mein Kampf mit der Henne

Habe am Freitag ein ganzes Bio-Huhn gekauft, in dem Vorhaben eine Suppe zu kochen. Allerdings kam mir Oma dazwischen und hat uns heute Mittag schon eine Hühnersuppe kredenzt und auch für die Woche noch was mitgegeben. Also musste ich was anderes mit der Henne machen...

Paprikahendl mit Naturreis und Salat
Zutaten:
1 ganzes BIO-Huhn (für mich der einzig artgerechte und moralisch vertretbare Fleischkonsum)
1 große Zwiebel
40g Paprikapulver edelsüß
1 Becher Rahm
40g Mehl
500ml Gemüsesuppe
1/2 Becher Schlagobers

Zubereitung:
Das ganze Huhn hab ich gekauft, weil es beim SPAR leider fast nie Hühnerteile in BIO Qualität gibt, was ich sehr schade finde, lieber SPAR! Das hatte auch zur Folge, dass ich das Zerkleinern und filetieren des nackten Vogels auch selbst machen musste.
Zunächst das Huhn mal aus der Verpackung nehmen, alle Gummiringerl und sonstigen Plastikteile entfernen (manchmal ist auch ein Innereiensackerl im Huhn drinnen) und mal gründlich mit lauwarmem Wasser abwaschen.
Dann den Vogel mal mit der Geflügelschere (unbedingt notwendiges Geflügelutensil in der Küche) mal vorne und hinten in der Mitte halbieren. Dazu beim Hinterausgang mit der Schere ansetzen und in der Mitte entland vom Brustbein durchschneiden, dann umdrehen und hinten auseinanderteilen. Danach mit einem langen, scharfen Fleischmesser beim Brustbein ansetzen und mal vorsichtig ein paar Ritzer Richtung Brustbein machen. Das schon wegstehende, abgeschnittene Fleisch in die Finger der linken Hand nehmen und mit der rechten das Messer weiter immer leicht nach unten gegen den Knochen weiter ritzen. Darauf achten, dass ihr mit dem Messer immer ganz dicht an den Knochen entlangschabt/ritzt.
So hab ich dann mal beide Brüste links und rechts rausgeschnitten. Die Haut könnt ihr entweder gleich mitabziehen oder (gibt guten Geschmack beim Kochen) drauflassen und erst vor dem Anrichten weggeben.

Die Flügel abzwicken und die Keulen ebenfalls mit der Geflügelschere extra abzwicken. Übrig bleiben sollte nur der Rippenbogen, das Brustbein und diverse Knorpel, oder Knochen die beim durchzwicken absplittern.

Hat aber sicher 20 Minuten gedauert bis dieser Kampf beendet war und die Fleischstücke so aussahen, wie ich das von der Ware in der Fleischtasse im Supermarkt gewohnt war.

Dann weiter im Rezept mit dem Paprikahuhn:

Die Zwiebel schälen und ganz klein schneiden (wer nicht so klein schneiden kann, kann die Sauce auch zum Schluss mit dem Mixstab pürrieren). In einer hohen Pfanne (ca. 7cm hoch) etwas Ölivenöl erhitzen und die Hühnerteile darin auf beiden Seiten kurz, scharf anbraten (nicht zu braun werden lassen), danach aus der Pfanne nehmen und auf einen Teller zur Seite stellen.

In der gleichen Pfanne, im Bratrückstand der Hühnerteile, gleich die Zwiebeln reingeben und goldgelb anbraten. Dann das Paprikapulver dazuleeren, kurz ein paarmal umrühren und dann gleich mit der Gemüsesuppe aufgießen (sonst wird der Paprika bitter). Mit dem Schneebesen gut verrühren und die angebratenen Hühnerteile wieder einlegen. Wenn die Hühnerteile nicht zumindest zu 2/3 mit Flüssigkeit bedeckt sind, gebt noch etwas Wasser oder Gemüsesuppe dazu.

Dann einen Deckel drauf und ca. 50 Minuten auf mittlerer Stufe weichkochen lassen. Achtung: immer wieder umrühren, damit euch die Paprikasauce nicht anbrennt.

Wenn die Hühnerteile weichgekocht sind, bitte nochmals in einen Suppenteller herausfischen und die Paprikasauce fertigstellen:
Dazu den Rahm in eine kleine Schüssel geben und das Mehl mit einem Schneebesen gut einrühren, dann einen Schöpflöffel der Paprikasauce rausnehmen und in das Rahmgmachtl mit einrühren (dann gibts keine Klümpchen in der Sauce). Dann das Paprika-Rahm-Gmachtl in die restliche Paprikasauce, unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen einrühren, bis die Sauce schön hellbraun ist. Das ganze nun wenn ihr wollt noch mit dem Pürrierstab durchmixen und danach mit dem 1/2 Becher Schlagobers und etwas Salz und Pfeffer abschmecken. (Achtung der Paprika schmeckt eh schon etwas scharf!)

Die Hühnerteile je nach Belieben, von Haut und Knochen befreien und wieder in die Sauce zurücklegen. Das Ganze nun noch ca. 10 Minuten weiterköcheln auf kleiner Stufe. Fertig!

Dazu empfehle ich entweder Naturreis (Achtung: hat etwas längere Kochzeit als weißer Reis) oder selbstgemachte Spätzle mit Vollkornmehl. Die werde ich aber erst in einem meiner nächsten Rezepte ausprobieren, diesmal gabs Reis dazu, weil er von Schwiegermama Traudi's Essen noch übrig war.

Da wir nun für eine ausgewogene Mahlzeit noch das Gemüse, sprich die Kohlenhydrate und Ballastoffe vermissen sollte ein knackiger Salat nicht als Beilage fehlen.

Portionierung am Teller:
1/3 Paprikahuhn in Sauce
1/3 Naturreis
1/3 Salat (wer abnehmen will kann den Naturreis etwas verringern und den Salatanteil erhöhen)





Bärlauch Pesto aus dem Wald

Lieeeeeebe Connie!!!! Vielen Dank, dass du so fleißig im Wald Bärlauch pflücken warst und mir einen Teil deiner Beute abgegeben hast, daraus hab ich heute noch eine gscheite Portion Bärlauch pesto gemacht.

Bärlauch Pesto
Zutaten:
 Eine große Hand voll Bärlauchblätter
350ml Olivenöl
1/2 Sackerl Pinienkerne (kleines Bio-Sackerl vom Merkur)
4 dicke Scheiben Parmesankäse

Zubereitung:
Den Bärlauch (aus verlässlicher Quelle, was Connie definitiv ist, denn ich habe das Pesto schon gekostet und bin nicht tot umgefallen ;o) gut waschen und ev. die Stiele unten etwas abschneiden. In cm-große Stücke schneiden und in den Mixaufsatz der Küchenmaschine geben (geht auch mit Pürrierstab in einer runden hohen Schüssel) das Öl und die Pinienkerne dazuleeren. Manche rösten die Pinienkerne vorher noch in einer Pfanne ohne Öl, bis sie etwas braun werden. Das war mir aber zu mühsam ;o)

Dann den Parmesan in kleine Stücke schneiden und ebenfalls in den Mixer dazugeben. Ein bisschen Salz noch oben drauf und dann den Deckel drauf und ... EINSCHALTEN!
Nach ca 2 Min. gemütlichen mixens auf niedriger Stufe entsteht ein grasgrüner Brei mit nur mehr wenigen hellen Stückchen drin (Parmesan und Pinienkerne).

Das fertige Pesto nun zum länger aufheben in ganz kleine Tupperdöschen füllen (jeweils die Portion für 1x Spaghettipesto). Dann Deckel drauf und stehend ins Gefrierfach. Dort kann das Pesto bis zu 1/2 Jahr aufgehoben werden.

Resümee zu 1 Monat gesund Ernähren

Mein Resümee zu meinem ersten Monat total gesunde Ernährung:

1. IT IS POSSIBLE!
2. Es braucht Zeit und Liebe zum Selberkochen und Essen vorbereiten
3. Ohne Tuppertiegel und Mikrowellengeschirr gehts nicht
4. Ich hab richtig viel Geld gespart (weniger auswärts essen)
5. und dabei weniger Essen weggeschmissen

Grundsätzlich habe ich meinen gesunden Ernährungsmonat sehr genossen! Ich habe viel gekocht, viel vorbereitet, eingefrohren, Essen in die Firma mitgenommen und versucht, ja wirklich versucht, den Süßigkeiten und sonstigen Verlockungen ungesunden Essens zu wiederstehen.

Es ist mir auch recht gut gelungen, aber mal ehrlich, irgendwann holt einen der Schweinehund wieder ein und man hat mal Abends einfach keine Lust was zu kochen für den nächsten Tag oder ist in der Früh mal wieder zu lange im Bett rumgeknotzt, und hatte keine Zeit mehr für Frühstück machen oder noch was Einpacken für Mittag.

Darum meine klare Message: Zu rund 60% kann man sich selber dauerhaft mit gutem Essen versorgen, aber GANZ Ohne Auswärts Essen gehts nicht!
Nicht wenn man voll berufstätig ist und ausser dem Kochen und Essen vorbereiten noch andere Hobbies hat. Darum hab ich mal folgende Grundregeln für mich aufgestellt, um weiterhin ein gutes Maß zwischen selber kochen und auswärts Essen zu haben:

1. Maximal 2x pro Woche ein gekauftes Frühstücksweckerl vom Bäcker (aber dann ein Vollkornweckerl mit gesundem Belag, kein Süßzeugs, keine Kipferl und Schokocroissants zum Frühstück)

2. 2x pro Monat darf man die "kein Süßzeugs zum Frühstück Regel" brechen, ich habe allerdings sofort bemerkt, wie mir an solchen Tagen mein Blutzuckerrausch entglitten ist, Schokigusto und Heißhungerattacken waren jedesmal die Folge

3. Mindestens 3x pro Woche das Essen selbstgekocht oder selbsteingekauft (Salat, Tomaten,Vollkornbrot, Schinken, Käse) in die Arbeit mitnehmen. Ihr werdet schnell feststellen, dass die Gemeinde an "Selber Essen Mitbringern" in eurer Firma größer ist als gedacht. So lernt ihr auch neue KollegInnen kennen, die ihr in der Kantine nie zu Gesicht bekommt.

4. Maximal 1-2x pro Woche ohne Mittagssackerl (selbstgemachtes Essen) von daheim losziehen. Wenn ihr dann extern Essen zu Mittag sucht, folgender Tipp: Salate gibts fast immer in allen Kantinen oder auch bei Billa, Spar usw. zum Mitnehmen. Vermeidet die verlockenden Schnitzel, Berner-Würstel oder Schweinsbraten, die machen komplett müde und raube euch am Nachmittag jegliche Energie! Spannenderweise sind die Schlangen in der Kantine vor diesen Gerichten immer am längsten...

5. Immer frsiches Obst in der Firma haben. Wenn ihr einen netten Chef/Chefin habt, dann besorgt er/sie vielleicht immer so etwas auf Firmenkosten, um zur Gesundheit der MitarbeiterInnen beizutragen. Da kann man schon so manchen Schokigusto am Nachmittag mit einer halben Banane oder einem Apfel besiegen.

6. VIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIEEEEEEEEEEEEEEEEEEL Trinken. Aber das ist wirklich sauschwer. Das ist mir in dieser Zeit auch extrem schwer gefallen. Am meisten denk ich noch daran, wenn ich mir eine 1,5L Flasche mit Wasser direkt mit Glas gleich in der Früh an meinen Scheibtisch stelle.

7. Auch daheim immer für einen gut gefüllten Kühlschrank mit Gemüse und Obst am Tisch sorgen. Wenn die Sachen daheim sind, dann sollte euer Ziel immer sein, dass euch nix schlecht wird, dann wird eine leicht bräunliche Banane zur Motivation, sie noch schnell in einem Müsli oder einem Obstsalat zu verwerten.
Das kaufe ich jede Woche ein:
Bananen
Äpfel
Zitronen
Orangen oder ab jetzt Erdbeeren oder je nach Jahreszeit etwas aus Österreichischer Herkunft
(von  zuviel ausländischem Obst rate ich euch ab, da es oftmals stark pestizidbelastet und durch den langen Transport und die unreife Erntung vitaminarm ist)

Kartoffel (speckig meistens, für eine rasche Beilage, z.b. Potatoe Wedges oder gekocht)
Grünen Salat, Vogerlsalat
Tomaten
irgendein grünes Gemüse noch: Broccoli, Karfiol, Zucchini
Karotten (oder ein Pkg Suppengemüse, das kann man auch klein hächseln und überall reingeben)

8. Auch im Gefrierfach solltet ihr ausmisten und Platz schaffen, für die Gerichte, die ihr vielleicht in zu großer Menge gekocht habt, und damit auch mal ein schnelles Abendessen oder Mittagessen ohne viel kochen möglich ist.

Dies mal fürs erste als mein Resümee:
Werde aber sicher in weiteren Posts noch weitere Erkenntnisse, die ich im Laufer der Zeit gewinne, veröffentlichen!
Alles Liebe und viel Spass bei eurem neuen Leben mit gesunder Ernährung!
Carmen Greisinger

Germknödel selbst gemacht mit Oma

Heute habe ich von früh bis spät gekocht, und bin total zufrieden mit mir:

In der Früh um 10:00 bin ich bei Oma angetreten, um die hohe Kunst der Germknödelherstellung zu erlernen. Das war einfacher als ich gedacht hatte:

Germknödel mit Powidl für ca. 10 Germknödel
Zubereitungsdauer: ca. 2 Stunden
Zutaten Germteig:
1/2kg Universalmehl (halb griffig, halb glatt)
1 Moccalöffel Salz
200ml Milch
20g Germ (frisch) oder 1 Pkg Trockengerm
2 Eier
Geriebene Schale einer 1/2 Zitrone
50g Zucker
50g Butter

Zutaten Mohnmischung:
200g Mohn gemahlen
50g Staubzucker
1 TL Zimt

200g Butter zum Zerlassen und übergießen
1 Glas Powidlmarmelade

Zubereitung Germknödel:
Mit frischem Germ:
Dampfl machen: Milch in kleinem Töpfchen am Ofen erwärmen (lauwarm, nicht kochen) und den Feuchtgerm mit 1 EL Zucker reinbröseln und umrühren (das Ganze nennt man auch Gärprobe, weil man so testet ob die Germ noch lebendig ist, also noch aufgeht)
Das Dampfl kurz zugedeckt stehen lassen, bis es ein paar Blasen wirft und dann genau wie den Trockengerm zum Mehl geben.

Mit Trockengerm:
Diese Variante bevorzuge ich, da man hier nur den Trockengerm aus dem Säckchen in das Mehl mischen muss und kein Dampfl benötigt.

So oder so, hier nun von Anfang an:
Mehl mit Salz vermischen und entweder das Dampfl oder den Trockengerm dazugeben. Noch die Eier, die 50g Butter, Zucker und die geriebene Zitronenschale dazu.
Das ganze am besten mit den Knethaken des Mixers oder mit der Küchenmaschine (geht am einfachsten:o) nun solange mixen bis ein glatter, glänzender Teig entsteht, von dem nichts mehr am Rand der Schüssel kleben bleibt.

Nun muss der Germteig rasten, die Oma hat mir da folgenden Tipp gegeben:
In die Abwasch oder in das Waschbecken im Bad ganz heißes Wasser einlaufen lassen und die Germteigschüssel mit dem Deckel drauf oder mit einem Geschirrtuch drüber ca.30- 45 Minuten drin stehen lassen. Der Germteig mags nämlich warm. Wenn man so eine tolle Tupperware Germteigschüssel hat (wie Oma) dann gibts da so einen kleinen durchsichtigen Teil im Deckel, der rausploppt, wenn der Teig aufgegangen ist.
Ansonsten einfach nach 30 Min mal nachschauen ob der Teig schon höher geworden ist.

Dann die Arbeitsfläche oder eine Teigknetauflage mit Mehl bestäuben und den Germteil darauf in 2-3 längliche Striezel rollen. Die Striezel jeweils 4-5 mal in gleich große Stücke schneiden und jeden Teil in ein flaches rundes Teigleiberl formen. Am Besten in der Mitte den Teig etwas dicker lassen und mit den Fingern den Rand rundherum etwas dünner flachdrücken.

Dann ca. 1 EL Powidl in die Mitte des Teigleiberls setzen und den Teig wie ein DimSum Teigtascherl über dem Powidl zu einem Sackerl schließen. Die Ritzen gut mit den Fingern ineinander verkleben und dann den Germknödel mit der zusammengeklebten Seite nach unten in die Hand nehmen. Noch etwas mit den Händen rund formen und mit der geklebten Seite nach unten auf die bemehlte Arbeitsfläche setzen. Das Gleiche mit den restlichen Teigstücken machen.

Mit einem Küchentuch zudecken und noch 10-15 Min rasten lassen.

Inzwischen kann der Mohnmix gemacht und das Dampfwasser vorbereitet werden:
Zubereitung Mohnmix:
Die Mohnsamen müssen unbedingt gequetscht werden bevor ihr sie mit dem Staubzucker und dem Zimt vermischt. Das geht am besten in einer kleinen Mühle (Nuss- oder Kaffeemühle). Wer so ein elektrisches Gerät nicht besitzt kann auch mit einem Mörser arbeiten, es wird aber nicht so fein.
Dann die gequetschten Mohnsamen mit dem Staubzucker und dem Zimt (nur wer es mag, ansonsten ohne) vermischen und in eine Schüssel schon mal auf den Tisch stellen.

Nun auch schon die restliche Butter in einem kleinen Topf am Herd zerlassen.

Dampfen der Knödel:
Für das Dampfen der Germknödel könnt ihr entweder mit einem großen Kochtopf mit Garsiebeinsatz arbeiten, oder auch wieder improvisieren.
In den großen Kochtopf kommt ca. 1/3 der Höhe Wasser und oben drauf der Garsiebeinsatz mit einem Küchentuch darauf (dann kleben die Knödel nicht am Metall an). Improvisieren könnt ihr mit einem Spritzschutzsieb (flaches Sieb, mit größerem Durchmesser als der Kochtopf), auch wieder einem Küchentuch und einer großen Teigschüssel zum Abdecken.

Wenn das Wasser kocht, ca. 3 Knödel im Kreis auf das Tuch im Topf oder auf dem Spritzschutzsieb setzen und entweder mit dem Kochtopfdeckel verschließen oder die große Teigschüssel über die Germknödel stülpen. Die Germknödel brauchen ca. 25 Min im Dampf bis sie fertig sind. Dazwischen alle 5 Minuten mit einer sehr dünnen Stricknadel jeden Knödel ca. 5x anstechen (stupfen).
Das macht man deswegen, weil das Powidl im Knödel im Dampf zu kochen beginnt und der Dampf aus dem inneren des Knödels entweichen kann, sonst explodieren die Knödel möglicherweise.

Nach dem Garende, die Knödel einzeln auf jeweils einen Teller setzen und mit der zerlassenen Butter und dem Mohnmix übergießen.

Wenn ihr nicht gleich alle Knödel essen könnt, unbedingt trotzdem alle Knödel dämpfen und dann im Kühlschrank aufheben. Ihr könnt sie ganz einfach wieder über dem Wasserdampf aufwärmen und sie werden auch wieder genauso flaumig wie frisch zubereitet.








Osterwochenende - die Kalorien lassen sich nicht gut verstecken

Zusammenfassung der Kalorienbomben am Osterwochenende:

Frühstücke:
Samstag: 1/2 Osterstriezel
Sonntag: 2 Mohnweckerl mit Butter
Montag: 1/2 Semmel mit Butter

Mittagessen:
Samstag: Spaghetti mit Gemüse- Fleisch Sugo (Mama hat mein Sugo bereits übernommen und Papa hats mit der 1/2 Fleischmenge auch gut geschmeckt :o)
Sonntag: gebackenes Hühnerschnitzel mit Petersilkartofferl und Bohnen/Gurken/Grüner Salat
Montag:Hühnerschnitzel natur mit Pilzen Bratkartoffeln und Salat

Nachmittag:
Samstag: Kirschkuchen
Sonntag: Schokotorte
Montag: Schokotorte ... 2x

Abendessen:
Samstag: Osterjause mit Roggenbrot, Schafkäseaufstrich, Schinken, Tomaten, Ostereier
Sonntag: 1 Teller Hühnersuppe mit Nudeln, Roggenbrot mit Bärlauchaufstrich, Tomaten , Wurst
Montag: 1 Vollkornbrotscheibe mit Schinken, Käse, Osterei, Gurkerl

...
ja das war das Osterwochenende. Eine tolle Bilanz and Weißmehlprodukten, Fleisch und Süßigkeiten.
Allerdings muss sowas an speziellen Tagen im Jahr ja echt auch mal erlaubt sein!
... ich erlaube es mir!:o)

Sonntag, 25. März 2012

Sonntag 25.3. Fleischleiberl-Sonntag

Frühstück:
Obstsalat mit Haselnüssen und geriebenen Mandeln

Mittagessen:
Fleischleiberl mit Kartoffelpürree und Vogerl-Tomatensalat

Zutaten für die Fleischleiberl:
500g gemischtes Bio-Faschiertes
100g Semmelknödelbrot
200ml Milch
1 Ei
1 große Zwiebel
2 große Knoblauchzehen
Petersil

Zubereitung:
Das Semmelknödelbrot in eine Rührschüssel geben und mit der Milch vermischen.
Die Zwiebel und den Knoblauch fein hacken und in der Pfanne mit 1 TL Butter anschwitzen.
Die glasigen Zwiebel und gehackten Petersil zu der Semmelknödelmasse geben und gut durchmischen. Dann noch das Faschierte dazugeben und mit 1 Ei dazu zum Schluss gut durchkneten (mit den Fingern gehts am Besten). Noch Salz und Pfeffer dazu.
Das ganze nun ca. 15 Min durchziehen lassen.
Wenn die Masse danach noch zu gatschig ist (man merkt es wenn man die Leibchen formen will, und sie behalten ihre Form nicht gut, sondern zerrinnen) noch ein paar EL Semmelbrösel untermischen, bis es fest genug ist.

Dann die Leiberl in einer Pfanne mit Olivenöl auf beiden Seiten ca. 4 Min anbraten. Achtung, die werden recht schnell dunkel, am Besten einen Deckel auf die Pfanne geben, dann spritzts nicht so und die Leiberl werden schneller durch.

Abendessen:
1 kaltes Fleischleiberl mit Gurkerl und Senf, und den Rest vom Salat

Samstag 24.3. alle noch sattgefressen vom Vorabend

Frühstück:
1/2 Vollkornweckerl mit Kräutertopfen
2 Scheiben Schinken
1 Tasse Obstsalat

Mittagessen:
fiel aus, weil es ein spätes Frühstück war

Nachmittag:
1 Koffeinfreier Kaffee mit Schlagobers und 1 Stück Marmorkuchen ( von Oma)

Abendessen:
Jause mit:
Geräuchertem Lachsfilet mit Dill-Senfsauce
2 Scheiben Vollkornbrot mit Kräutertopfen
Oliven und Weichkäse

Freitag 23.3. Plachutta kann richtig GUT kochen!

Heute kommen zwei liebe Freunde zu Besuch und wir gehen am Abend mit ihnen zum Plachutta auf einen Tafelspitz. Das heißt bis dahin: Kaloriensparen - denn am Abend wirds deftig!

Frühstück:
1 Scheibe Vollkornbrot mit Humus und 1 Orange

Mittagessen:
1/2 Vollkornmuffin und Trockenfrüchte

Abendessen:
Wir waren wie gesagt bei Plachutta, und das Essen war....EINE SYNFONIE DES GUTEN GESCHMACKS!!!!
Ich hatte den Tafelspitz mit dem fettfreien Tafelstück vom Rindsviech
dazu eine Rinds- Schöberlsuppe
und Cremespinat, die allerbesten Kartoffelrösti, die ich JEMALS gegessen haben, Apfelkren und Schnittlauchsauce
dazu:
1 Muscato-Spritz
1 Gläschen Weißburgunder

später folgte noch ein Cosmopolitan -cocktail!

Donnerstag 22.3. ... und noch ein Resterl, der Kuchen!

Frühstück:
1 Stück Topfen-Streuselkuchen von Oma und 1 kleiner Obstsalat

Mittagessen:
Tomatenrisotto mit Hüttenkäse und frischem Ruccola
+ ein kleiner grüner Salat
Ich bin total geplättet: die alte Kantine muss gestorben und als neue,"ernährungsbewusste" Zentrale für tolle Optik und ausgewogene Mahlzeiten wieder auferstanden sein. Was ist passiert? Geht das nun so weiter - ich werde berichten...

Nachmittag:
Extremster Süßheißhunger überfällt mich, ich bin machtlos und ergebe mich einem Schokostück und der halben Packung Trockenfrüchte mit Cashewnüssen.
Die Schuld gebe ich meinem "Zuckerfrühstück", das mich heute vermutlich in eine Insulin-Achterbahnfahrt katapultiert hat. Ist also doch was dran an der G'schicht.

Abendessen:
Jause, bestehend aus:
1 Scheibe Vollkornbrot, Schinken, Käse und Oliven

Mittwoch 21.3. ..und noch immer die Resterl

Frühstück:
1 Vollkornbrot mit Humus und 1 Apfel in Spalten

Mittagessen:
Grüner Salat mit Karottenraspel, Sprossen und Hühernstreifen mit Feta
+ 1 Scheibe Vollkornbrot
Schon wieder bin in frech in die Kantine gegangen und hab mir meine selbst mitgebrachten Salat mit dem gebratenen Hühnerstreifen/Feta Topping veredeln lassen. Bin mal gespannt, ob mich mal einer anredet, wegen dem selbst mitgebrachten Salat.

Abendessen:
Kaltes, in Streifen geschnittenes Hühnerschnitzerl mit Oliven, Gurkerl, Humus und Weichkäse
Zugegeben, eine eher wilde Kombi, aber das war das letzte Resterl vom Wochenede, das musste noch weg! ;o)